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© Achim Froitzheim / LK V-G 

Museum Atelier Otto Niemeyer-Holstein ist neues Mitglied der Europäischen Vereinigung der Künstlerkolonien euroArt

Das Museum Atelier Otto Niemeyer-Holstein in Lüttenort auf der Insel Usedom ist als neues Mitglied des europäischen Künstlerverbundes euroArt aufgenommen worden. Am Mittwoch, 27. Juni 2018, wurde die Tafel, die das Museum als Mitglied ausweist, enthüllt.

Enthüllung von Tafel besiegelt Zugehörigkeit von Lüttenort

»Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung von euroArt vor drei Wochen in Norwegen wurde das Museum Atelier Otto Niemeyer-Holstein nach eingehender Prüfung durch den Vorstand und die Mitglieder als neues Mitglied bestätigt«, sagte Heiko Brunner, Präsident von euroArt und Museumsleiter im Kunstmuseum Schwaan.

keine Bildunterschrift

© Otto Niemeyer-Holsten-Atelier

Dietger Wille, 1. Beigeordneter und 2. Stellvertreter der Landrätin gratulierte zu diesem Schritt und betonte, dass der Landkreis Vorpommern-Greifswald das Ansehen der Region bundesweit erhöhen möchte und freute sich, nun geografisch im Zentrum einer gesamteuropäischen Vereinigung eingebunden zu sein.

1994 wurde unter der Schirmherrschaft des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission eine Vereinigung der europäischen Künstlerkolonien unter dem Namen euroArt gegründet. Ahrenshoop gehörte dabei zu den Gründungsmitgliedern.
Mit regelmäßigen Treffen und kontinuierlichem Austausch tragen die Mitglieder von euroArt zur Pflege, Erhaltung und Verbreitung des gemeinsamen europäischen Kulturerbes bei. Gleichzeitig sollen aber auch zeitgenössische Kunst und Künstler sowie die Zusammenarbeit unter den Mitgliedern gefördert werden.

Übersicht der Künstlerkolonien

© Otto Niemeyer-Holsten-Atelier

In Mecklenburg-Vorpommern sind die Künstlerkolonien Ahrenshoop, Hiddensee und Schwaan Mitglieder bei euroArt. In ganz Europa entdeckten bereits die Maler des 19. Jahrhunderts die Landschaft und ihre Bewohner als Bildmotiv. Heute bilden die ehemaligen Künstlerorte ein über Europa verteiltes Netzwerk zum kulturellen Austausch.

Die Entstehung von Künstlerkolonien war Teil eines europaweiten künstlerischen Aufbruchs, der im 19. Jahrhundert Maler in vielen Ländern veranlasste, ihre städtischen Ateliers zu verlassen. Sie zogen in ländliche Siedlungen oder an die Küsten. Dorthin, wo Ihnen die Natur die eindrucksvollsten Landschaftsmotive bot.
Auch das Leben der Menschen auf dem Land ist ein wichtiges Thema in den Bildern dieser Zeit. So gibt es heute über ganz Europa verteilt Städte und Dörfer, welche dieses kulturelle Erbe erhalten und zugänglich machen.

»Aus meiner Sicht ist eine Mitgliedschaft bei euroArt ein entscheidender Schritt, um sich auf internationaler Ebene auszutauschen. Wir haben bereits mehrere Leihgesuche erhalten«, betonte Museumsleiterin Franka Keil.

euroArt vereint derzeit rund 50 Künstlerkolonien und hat etwa 100 Mitglieder und Mitgliedsorganisationen, davon rund 40 Prozent Städte und Gemeinden, die insgesamt 13 europäische Länder repräsentieren. Es werden Ausstellungen, Informationen und Erfahrungen ausgetauscht.

Durch diese Mitgliedschaft wird Usedom als Künstlerinsel und das Museum Atelier Otto Niemeyer-Holstein als authentischer, aus dieser Zeit erhaltener Ort, auf eine internationale Ebene gehoben. Lüttenort muss sich so mit den anderen Orten messen lassen, kann aber auch von der Aufmerksamkeit, die andere Künstlerorte wie Worpswede (bei Bremen) oder Barbizon (bei Paris) genießen, profitieren.