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Haffküste
© Henry Beiermann / LK V-G 

Verbrennen von Pflanzenabfällen grundsätzlich verboten

Der Bundesgesetzgeber hat das Verbrennen von Abfällen, wozu auch Pflanzenabfälle gehören, grundsätzlich verboten. Eine Ausnahmeregelung von diesem generellen Verbrennungsverbot besteht nach unserem Landesabfallrecht allein für Pflanzenabfälle, wenn:

  • deren Kompostierung auf dem Grundstück nicht möglich oder nicht zumutbar ist und

  • die Nutzung der Entsorgungsmöglichkeiten (u.a. Wertstoffhöfe) des Landkreises nicht möglich oder nicht zumutbar sind.

Abfallbehörde des Landkreises informiert über genauen Wortlaut der Bestimmungen

Feuer

© Liane / PIXELIO

Beide Ausnahmebedingungen müssen gleichzeitig vorliegen. Da im Landkreis jedoch flächendeckend Entsorgungsmöglichkeiten für Pflanzenabfälle bereitgehalten werden, dürfte es sich nur um wenige Ausnahmen handeln.

Bitte prüfen Sie vor dem Anzünden eines Feuers, ob die Pflanzenabfälle nicht doch kompostiert oder einem Wertstoffhof angedient werden können. Die Annahmebedingungen auf Wertstoffhöfen für pflanzliche Abfälle sind ab 2017 landkreisweit einheitlich. Wer aber umgezogen ist oder noch einmal nachlesen möchte findet unter http://www.vevg-karlsburg.de/wertstoffhoefe.html detaillierte Informationen zu den Entsorgungsgebieten und den jeweiligen Annahmebedingungen. Zu den normalen Bürozeiten ist aber auch unter 038355 695-22 eine telefonische Abfallberatung möglich.

Sollten die o.g. Ausnahmeregelungen im Einzelfall zutreffend sein, dürften dann auf privat genutzten Gartengrundstücken im Oktober zwischen 8.00 – 18.00 Uhr werktags für 2 Stunden pflanzliche Abfälle verbrannt werden. Zu den Werktagen gehört auch der Sonnabend, jedoch nicht die Sonn- und Feiertage.

Bitte achten Sie darauf, die Verbrennung auf das absolut Notwendige zu beschränken. Starke Rauchbelästigungen sollten unbedingt vermieden werden. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, die in Windrichtung liegenden Nachbarn vorher zu benachrichtigen und auf einen ausreichenden Brandschutz zu achten.

Bitte versetzen Sie sich in die Lage Ihrer Nachbarn und verbrennen Sie bitte keine nassen Pflanzenabfälle. Ihre Nachbarn werden es Ihnen danken!

Folgende Hinweise werden gegeben:

  • Wird ein Gartengrundstück von mehreren Pächtern genutzt, müssen sich diese untereinander abstimmen. Die Ausnahmeregelung aus der Pflanzenabfalllandesverordnung gilt pro Gartengrundstück und nicht pro Parzelle. Dieses gilt auch für Gartenvereine.

  • Bretter, Bohlen, Balken … und sonstige Abfälle dürfen natürlich auch weiterhin nicht verbrannt werden. Das Mitverbrennen von Abfällen ist mit erheblichen Geldbußen bedroht.

  • Bei großen Feuern und zu Fragen des Brandschutzes sollten Sie Ihre Feuerwehr vorher konsultieren.

  • Faules Obst, Blätter und einjährige Pflanzen eignen sich besonders gut zum Kompostieren. (ggf. eine dünne Schicht Erde aufbringen) Eine Verbrennung dieser Abfälle ist schwer zu rechtfertigen. Wer nicht kompostieren will, kann die Pflanzenabfälle zu den Wertstoffhöfen bringen.

  • Übermäßige Rauchbelästigungen sind nach dem § 118 Ordnungswidrigkeitengesetz ein eigenständiger Bußgeldtatbestand und können von jeder örtlich Ordnungsbehörde mit einer Geldbuße geahndet werden.