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Haffküste
© Henry Beiermann / LK V-G 

Landkreis weist Beschuldigungen gegen Rettungsdienst entschieden zurück

In den letzten Tagen sind in einem sozialen Medium mehrere falsche Informationen in Umlauf geraten und schwere Anschuldigungen gegen den Landkreis und den Eigenbetrieb Rettungsdienst erhoben worden.

Rechtliche Schritte gegen Verursacher eingeleitet

»Wir vom Landkreis Vorpommern-Greifswald, vom Eigenbetrieb Rettungsdienst und vom Team des Projektes Land|Rettung sind angesichts der Vorwürfe sehr befremdet und weisen diese auf das Entschiedenste zurück«, sagte Kreissprecher Achim Froitzheim. Vom Landkreis sei Strafanzeige gegen den Betreiber der betreffenden Seite gestellt worden. Weitere rechtliche Schritte, so der Sprecher, würden derzeit geprüft.

Die wichtigsten inhaltliche Punkte der öffentlichen Beschuldigungen seien hier kurz korrekt dargestellt:

  • NEIN, der Eigenbetrieb Rettungsdienst handelt nicht als gewinnorientiertes Unternehmen. Der Eigenbetrieb Rettungsdienst ist als Organisationseinheit in die Verwaltung des Landkreises integriert und rechtlich von ihm abhängig. Die Finanzierung beruht auf dem Kostenerstattungsprinzip.
    Das bedeutet, dass zwar für einzelne Einsätze Gebühren erhoben werden, diese aber vollständig für den Betrieb des Rettungsdiensts verwendet werden. Sollten in einem Jahr Überschüsse erzielt werden, werden diese im nächsten Jahr für neue Rettungswagen und bessere Ausstattung o.ä. verwendet, oder die Gebühren der einzelnen Einsätze werden reduziert.

  • NEIN, die Einsätze der Land|Retter werden nicht wie angedeutet mit den Krankenkassen abgerechnet. Dem Einsatz eines Land|Retters folgt IMMER ein Rettungswagen, Notarzteinsatzfahrzeug, oder der Rettungshubschrauber.
    Sie werden also nicht anstelle eines regulären Rettungsmittels eingesetzt, sondern nur ergänzend. Sie sollen die kostbaren Minuten bis zum Eintreffen eines Rettungsmittels überbrücken, die manchmal überlebenswichtig sein können. (nähere Informationen unter: http://land-rettung.de/mobile-ersthelfer/)

Bisher gehört der Einsatz der Land|Retter nicht zur regulären Rettungskette, weshalb dieser auch nicht von den Kostenträgern ersetzt wird.

Das Projekt Land|Rettung, und somit auch die Land|Retter werden deshalb vom Innovationsfonds des Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss der gesetzlichen Krankenkassen gefördert. Hier werden gerade neue Versorgungsformen gefördert, deren Kosten man noch nicht erstattet bekommt. Würde der Eigenbetrieb Rettungsdienst Gebühren für die Einsätze der Land|Retter erheben, würden diese von der Fördersumme abgezogen.

»Abschließend weisen wir darauf hin, dass mit dem Förderprojekt Land|Rettung ausschließlich gemeinnützige Zwecke verfolgt werden. Weder die Land|Retter, noch der Telenotarzt haben aktuell weder Einfluss auf die Vorhaltung von Rettungsmitteln, noch werden für deren Leistungen Gebühren erhoben«, sagte Froitzheim.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite unter folgender Adresse: www.land-rettung.de