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© Achim Froitzheim / LK V-G 

»ILSE« kommt wie gerufen - flexibler unterwegs in der Region Loitz

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald ist eine von bundesweit 18 Regionen, die vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) für das Modellvorhaben »Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen« ausgewählt wurden.

Landkreis Vorpommern-Greifswald startet ersten Rufbus ohne festen Fahrplan in M-V

Dirk Scheer, Dezernent und Beigeordneter des Landkreises Vorpommern-Greifswald, Dr. Bernd Rittmeier vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Michael Sack, Bürgermeister der Stadt Loitz, und Dirk Zabel, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Vorpommern Greifswald mbH (VVG) [v.l.]

© Norbert Fellechner

Das Projekt wird vom BMVI mit Mitteln in Höhe von 351.000 Euro gefördert. Bestandteil des Modellvorhabens ist beispielsweise die Ausarbeitung innovativer Mobilitätslösungen für die Region. Im Rahmen des Modellvorhabens »ILSE« (Integrierte Leitstelle Erweiterung) startet heute im Amt Peenetal/Loitz der erste Rufbus in Mecklenburg-Vorpommern ohne festen Fahrplan. Das neue Verkehrsangebot wird zunächst bis August 2018 erprobt.

»Ich freue mich, dass wir diesen neuen Rufbus in Loitz mit unseren Fördermitteln unterstützen können. Zusammen mit dem Beigeordneten Dirk Scheer vom Landkreis und VVG-Geschäftsführer Dirk Zabel wünsche ich dem neuen Rufbus ILSE einen guten Start. Und nutzen Sie ILSE zahlreich, damit sich der Rufbus als attraktives Angebot erweist und nach Auslaufen der Erprobungszeit im nächsten Sommer weitergeführt werden kann«, sagte Dr. Bernd Rittmeier, Projektverantwortlicher im BMVI für das Modellvorhaben.

Im Rahmen des Modellvorhabens ILSE werden neue Konzepte zur Sicherung der Daseinsvorsorge im ländlichen Raum entwickelt und erprobt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Verbesserung der Erreichbarkeit ländlicher Räume durch den Einsatz von flexiblen und bedarfsgerechten Mobilitätsangeboten im Landkreis Vorpommern-Greifswald.

»Der flexible Rufbus ist der erste Baustein im Modellvorhaben, von dem wir hoffen, dass er gut in der Region angenommen und künftig weiter ausgebaut wird«, betonte der Dezernent und Beigeordnete des Landkreises Vorpommern-Greifswald, Dirk Scheer. »Mobilität darf keine Frage des Alters sein. Deshalb gehen wir neue Wege, weil es in unser aller Interesse liegt, die ländlichen Räume für alle Menschen attraktiv und mobil zu gestalten.«

Mobilität bedeutet Lebensqualität

Der Landkreis als Initiator hat bei dem innovativen Verbundprojekt mit der WITENO GmbH (Wissenschafts- und Technologiepark Nordost), dem Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Gesundheitsmanagement der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und der KCW GmbH aus Berlin sowie mit der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald mbH (VVG) mit Sitz in Torgelow zusammengearbeitet. Die kommunale Verkehrsgesellschaft des Landkreises wird den ersten Baustein im Projekt mit mehreren Fahrzeugen umsetzen.

ILSE knüpft an die Initiative Leben und Wohnen im Alter (ILWiA-Konzept) des Landkreises Vorpommern-Greifswald an. Im Fokus des Konzeptes steht die Integrierte Leitstelle mit Sitz in der Hanse-, Universitäts- und Kreisstadt Greifswald, die mit erweiterten Koordinierungs- und Serviceleistungen die Versorgung und Erreichbarkeit im ländlichen Raum sicherstellen soll. Gemeinsam mit seinen Partnern verfolgt der Landkreis das langfristige Ziel, Verkehre flexibel zu gestalten und zu bündeln. Außerdem sollen medizinische Kurierfahrten vermittelt und mit einer Informationszentrale für gesundheitsbezogene Anlässe die Daseinsvorsorge im gesamten Landkreis sichergestellt werden.

Gemeinsam mit der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald mbH (VVG) wurde der ILSE-Bus im Amt Peenetal/Loitz ins Leben gerufen. »Wir freuen uns, als erste ein derartig zukunftsweisendes Projekt testen zu dürfen und setzen auf eine positive Resonanz«, sagte VVG-Geschäftsführer Dirk Zabel. »Für unsere Fahrgäste bringt es einen großen Mehrwert, wenn sie selbst über ihre Fahrzeiten bestimmen können. Mobilität bedeutet gesellschaftliche Teilhabe und Lebensqualität.«

Was ist neu am ILSE-Bus?

Zusätzlich zum bestehenden Rufbusangebot verkehrt der ILSE-Bus von Montag bis Freitag zwischen 8.00 und 18.00 Uhr ohne Fahrplan ganz nach den Wünschen der Fahrgäste. Diese können sich kreuz und quer zwischen allen Haltestellen in der Loitzer Region sowie nach Demmin und wieder zurück bewegen. Nur Fahrten innerhalb Demmins können nicht durchgeführt werden. Dafür ist der ILSE-Bus aber auch als Zubringer zum Linienbusverkehr in alle Richtungen dieser Region nutzbar.

Gebucht werden kann der ILSE-Bus von Montag bis Freitag zwischen 7.00 und 17.00 Uhr bis spätestens 60 Minuten vor der gewünschten Abfahrtszeit, entweder per Telefon, per Smartphone oder Internet. Im ILSE-Bus gelten die Fahrpreise und Fahrkarten der Tarifgemeinschaft Vorpommern-Greifswald. Fahrausweise erhalten die Fahrgäste direkt beim Fahrpersonal im ILSE-Bus.

Wie wird der ILSE-Rufbus gebucht?

  1. Fahrtwunsch telefonisch oder online angeben

  2. Vorschlag prüfen - passt die vorgeschlagene Abholzeit? Anschlüsse sind garantiert.

  3. Fahrt buchen - Vorschlag bestätigen oder Fahrtwunsch ändern.

  4. Ab zur vereinbarten Haltestelle und los geht’s!

Telefon: 039997 10308

Telefon: 03976 240216

Internet: www.vvg-bus.de/ilse-rufbus

Weitere Informationen unter www.ilse-bus.de

Anlage: ILSE-Flyer | Rufbus