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Haffküste
© Henry Beiermann / LK V-G 
15.08.2017

Termine Pflegelternschulung 2. Halbjahr 2017

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Pflegefamilie – wieviel Privatheit bleibt?

Mi., 06.09.17 | 10:00-12:00 Uhr | Anklam
Caritas, Friedländer Str. 43, Anklam

Ein Pflegekind bringt nicht nur Wirbel in die Pflegefamilie hinein sondern zeigt auch Außenwirkung. Auf Pflegefamilien wird geschaut. Von den einen wird man himmelhoch gelobt, wie toll man ist und andere tuscheln: „Dass die es ja nur wegen dem Geld machen“. Wenn das Pflegekind sich im Umfeld schwierig zeigt, wird auch schnell mit dem Finger auf die jetzige Familie gezeigt. „Die haben`s nicht im Griff“, gute Ratschläge, Wegschauen oder Verharmlosen sind typische Reaktionen. Unsere Umwelt reagiert auf unser Pflegekind und auf uns. Inzwischen gibt es recht gute Hilfen, um das Familienleben mit einem Pflegekind zu erleichtern, aber die Konflikte im Außenbereich werden oft vernachlässigt und ähneln sich doch sehr.
Dieses Spannungsfeld wollen wir uns näher anschauen.


Referentin: Synnöve Steinert-Schmidt, Familien- und Erziehungsberatung Anklam, Dipl.-Sozialpädagogin und Psychotherapeutin nach HPG, langjährige Pflegemutter von schwer traumatisierten Kindern im Münchner Raum

Frühe Hilfen

Mi., 13.09.17 | 19:00 Uhr – 21:00 Uhr | Pasewalk
Tagesstätte der Caritas, Karl-Marx-Str. 10, Pasewalk

Mit Inkrafttreten des Bundeskinderschutzgesetzes am 01.01.2012 wurden in den Landkreisen und kreisfreien Städten Mecklenburg-Vorpommerns je eine "Koordinierungsstelle Frühe Hilfen und Familienhebammen" bei den Jugendämtern eingerichtet. Diese planen und steuern die gesamte Netzwerkarbeit Kinderschutz mit dem Schwerpunkt der Frühen Hilfen im gesamten Land und fördern Maßnahmen und Projekte zum flächendeckenden Ausbau von präventiven Angeboten der Frühen Hilfen. Zusammen mit 4 weiteren Trägern der freien Jugendhilfe arbeitet das DRK für die "Frühen Hilfen" im Landkreis Vorpommern-Greifswald. "Frühe Hilfen" bieten werdenden Eltern und Eltern von Kindern von 0 bis 3 Jahren kostenlose und vertrauliche Beratung und Unterstützung zu allen
familiären Angelegenheiten.


Referentin: Kerstin Templin, Sozialraumkoordinatorin "Frühe Hilfen" des DRK

Ansprüche und Anrechnungszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung für Pflegeeltern und Pflegekinder

Mi., 20.09.17 | 10:00 Uhr - 12:00 Uhr | Greifswald
Gemeinderaum der katholischen Kirche Greifswald, Bahnhofstr. 15, Eingang Rubenowstraße, Hofseite

Referent: Matthias Kortus, Deutsche Rentenversicherung Bund, Auskunfts- und Beratungsstelle Stralsund

Gelungene Kommunikation mit Kindern - für einen gleichwürdigen Umgang

Mi., 27.09.17 | 19:00 Uhr - 21:00 Uhr | Pasewalk
Do., 05.10.17 | 19:00 Uhr - 21:00 Uhr | Pasewalk
Do.; 19.10.17 | 19:00 Uhr - 21:00 Uhr | Pasewalk
Tagesstätte der Caritas, Karl-Marx-Str. 10, Pasewalk

Die Verantwortung für einen guten Umgang mit Kindern liegt in der Verantwortung der sie betreuenden Erwachsenen. In schwierigen Situationen mit Kindern fehlt uns dafür oft das Bewusstsein für unseren Anteil am Konflikt. Eine gelungene Kommunikation bezieht die Kinder mit ein. Dafür ist es wichtig zu verstehen, wie Kinder ticken und welche Haltung sie von Erwachsenen brauchen, damit sie sich gut entwickeln können. An drei Abenden
schauen wir uns die Kernkonflikte in ihren Familien an, wechseln die Perspektive und erarbeiten mit ihnen
Handlungsalternativen.


Die drei Seminare bauen aufeinander auf und es wird empfohlen, an allen drei Seminaren teilzunehmen.


Referentin: Judith Kroy, Familien- & Paarberatung, mannaz - Dasein erleben e.V.

Pflegekinder mit körperlichen, geistigen oder Mehrfachbehinderungen im Landkreis Vorpommern-Greifswald

Di., 10.10.17 10:00 Uhr - 12:00 Uhr | Anklam
Caritas, Friedländer Str. 43, Anklam

Bisher erfolgte die Unterbringung von Kindern in Pflegefamilien hauptsächlich als Maßnahme der Hilfe zur
Erziehung gemäß § 33 SGB VIII. Seit 2012 wird nun differenziert zwischen ausschließlich seelisch behinderten
Kindern und Kindern mit einer körperlichen, geistigen oder Mehrfachbehinderung. Gemäß § 54 Absatz 3 SGB XII
werden diese Fälle nach amtsärztlicher Begutachtung des Gesundheitsamtes vom Jugendamt an das Sozialamt
übergeben.
Welche Veränderungen ergeben sich für Sie als Pflegeeltern? Wer ist Ihr Ansprechpartner? Welche Richtlinie
bildet die Grundlage für finanzielle Leistungen?


Referentin: Anja Kirstein, Fallmanagerin im Sozialamt Anklam

Was ist los? Mit Kindern über Angst, Depression, Stress und Trauma sprechen

Mi., 18.10.17 | 19:00 Uhr – 21:00 Uhr | Greifswald
Gemeinderaum der katholischen Kirche Greifswald, Bahnhofstr. 15, Eingang Rubenowstraße, Hofseite

Sehr viele Familienkonflikte gehen auf Depression, Angststörungen, Stress und Sucht der Eltern zurück. Und die
Betroffenen haben Kinder, die häufig in Pflegefamilien leben. Oft leiden diese Kinder – einerseits unter den Folgen
der Erkrankung ihrer Eltern, andererseits unter der Tabuisierung und Stigmatisierung dieser Erkrankungen.
Manchmal werden die Kinder sichtbar in ihrem Leiden. Sie sind verwirrt, aggressiv oder unkonzentriert. Manchmal
bleiben sie unsichtbar, weil sie gelernt haben zu funktionieren. Unabhängig davon, wie die Kinder reagieren,
wirken sich Sprachlosigkeit und Stigmatisierung negativ auf die psychische Stabilität der Kinder aus. Den
Erwachsenen fällt es oft schwer, Worte zu finden, um über diese Krankheiten zu reden oder sie sind unsicher,
wieviel die Kinder wissen sollten. Sie weichen aus auf Umschreibungen, Vieles bleibt im Unklaren, was die Nöte
und Ängste der Kinder verstärkt. Schwerpunkt des Seminars ist, Möglichkeiten aufzuzeigen, um sprachliche und
emotionale Zugänge zu diesen heiklen Gesprächen zu finden. Dabei geht es auch um Fragen wie z.B.: Wie viel
Wahrheit kann ein Kind verstehen und wie viel tut ihm gut? Oder: Was brauchen die Erwachsenen und was
brauchen die Kinder um zu lernen, über ihre Realitäten und Gefühle zu reden?


Referentin: Doreen Hohm, Familienberatung und Weiterbildung, Greifswald

Umgangsregelung und Umgangsgestaltung

Mi., 01.11.17 | 19:00-21:00 Uhr | Pasewalk
Tagesstätte der Caritas, Karl-Marx-Str. 10, Pasewalk

Pflegekinder können ihre Situation am besten meistern, wenn Pflegeeltern und Herkunftsfamilie miteinander in
gutem Austausch stehen und die Kontakte reibungslos laufen. Oft ist das im Alltag aber nicht so einfach
realisierbar. Wie können Sie als Pflegeeltern ihre Pflegekinder auf den Besuchskontakt besser vorbereiten? Wie
gehen Sie mit Enttäuschung der Kinder um? Ab wann ist ein begleiteter Umgang ratsam?

Referentin: Elke Schier, DRK Pasewalk

Verhaltensauffälligkeiten bei traumatischen Erfahrungen

Mi., 15.11.17 | 19:00-21:00 Uhr | Anklam
Caritas, Friedländer Str. 43, Anklam

Pflegeeltern erleben bei ihren Kindern häufig Verhaltensauffälligkeiten, die trotz großem Bemühen unveränderlich
erscheinen, wie z.B. Schlafstörungen, auffälliges Essverhalten, Aggression oder Gewalt, Angst vor Körperkontakt,
Lügen oder Stehlen. Ursache sind häufig traumatische Erfahrungen in der Herkunftsfamilie, die meist unbekannt
sind, weil darüber keine Auskunft erteilt werden darf.
Das Seminar soll ein Verständnis über die Auswirkung solcher Erlebnisse auf die kindliche Seele geben und
welche korrektiven Erfahrungen es dann braucht, therapeutische Möglichkeiten aufzeigen und einen Einstieg dafür
bieten, die richtigen Hilfsangebote für Eltern und Kinder zu finden.

Referent: Thomas Schaer, Dipl. Psychologe, mannaz - Dasein erleben e.V.

Die besondere Herausforderung : Zusammenarbeit Herkunftsfamilie - Pflegefamilie

Mo., 04.12.17 | 10:00 Uhr – 12:00 Uhr | Anklam
Caritas, Friedländer Str. 43, Anklam

Besuchskontakte zu der Herkunftsfamilie sind für viele Pflegekinder und ihre Pflegeeltern ein belastendes Thema –
für die leiblichen Eltern oft auch. Ganz unterschiedliche Wünsche und Interessen treffen aufeinander. Regelungen
zu finden, die das Wohl des Kindes im Mittelpunkt haben, scheint oft eine unlösbare Aufgabe. Doch es gibt auch
Beispiele für gelingendes Miteinander.
Im Seminar werden die unterschiedlichen Perspektiven der Beteiligten betrachtet. Jede einzelne Situation gilt es in
ihrer Besonderheit zu sehen, verallgemeinerte Regelungen helfen oft wenig.

Referentin: Maren Gäde, Referentin der Bildungsstätte Schabernack - Zentrum für Praxis und Theorie der Jugendhilfe

Bitte melden Sie sich bei Teilnahme unter:
03971-20350 oder n.garbe@caritas-vorpommern.de an!

Die Terminübersicht als PDF: