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Torgelow aus der Vogelperspektive
© Henry Beiermann / LK V-G 

Zukunftswerkstatt VorpommernGreifswald

Der Demografische Wandel mit seinen Folgen wird zukünftig eine enorme Herausforderung an die Verwaltung, aber insbesondere an die Akteure der Region stellen.

Herausforderung: Demografischer Wandel

Was diese Herausforderung so groß macht, ist vor allem die Tatsache, dass es sich nicht um ein klar abgrenzbares Problem in einem leicht überschaubaren Themenfeld handelt, sondern um nahezu alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. So sind es oftmals viele Einzelfragen, die wiederum in direkter Abhängigkeit voneinander entstehen, weshalb ein interdisziplinäres Handeln im Landkreis erforderlich ist.

Lebensqualität als Leitziel

Schon die ehemaligen Landkreise Ostvorpommern und Uecker-Randow haben sich noch vor der Bildung des neuen Großkreises dazu entschlossen, diesen notwendigen Wandlungsprozess aktiv zu gestalten und nicht lediglich auf die Folgen des demografischen Wandels zu reagieren.

Um diesem Gestaltungswillen auch für den neuen Großkreis Ausdruck zu verleihen, haben wir die aktuelle Arbeit unter das Motto „Zukunftswerkstatt Vorpommern-Greifswald“ gestellt. Dies soll zum einen darstellen, dass wir eben nicht darauf warten wollen, wohin uns Bevölkerungsrückgang, Überalterung und Abwanderung führen, sondern dass wir die notwendige Veränderungsprozesse frühzeitig und aktiv angehen wollen.

Im Ergebnis dieser Arbeit soll im Landkreis Vorpommern-Greifswald gerade die besondere Lebensqualität des ländlichen Raums, insbesondere aber auch eine ausreichende wirtschaftliche Existenzgrundlage gesichert werden. Wir wollen damit die Menschen dazu bewegen, weiter hier im Landkreis zu bleiben, aber wir wollen auch attraktiv für Zuwanderung aus anderen Regionen Deutschlands oder Polen werden. Dies ist als langfristiges Leitziel zu betrachten, zu dessen Erreichung wir viele kleine Schritte gehen müssen.

Handlungsfelder

Grundlage für die Arbeit der „Zukunftswerkstatt Vorpommern-Greifswald“ ist die Regionale Entwicklungs- und Stabilisierungsinitiative, kurz RESI genannt. Die RESI ist kein Entwicklungskonzept, sondern eine Initiative, die im Rahmen der Zukunftswerkstatt das Leitziel vor Augen hat, für dessen Erreichung sie jedoch Teilziele formuliert - Ziele, die realistisch sind und dessen Erreichung alle zwei Jahren kritisch beurteilt werden soll.

In Zeiten knapper Ressourcen bedeutet dies, Fokussierung auf Schwerpunkte und schrittweises Vorgehen. Damit verbunden ist auch die Reduzierung der Ansprüche, wobei damit keineswegs die Qualitätsansprüche gemeint sind. Vielmehr geht es um das Massedenken und um die oftmals unrealistischen Zeitspannen in denen Veränderungen angeschoben werden sollen und in denen tatsächlich Wirkungen eintreten.

So stehen in der „Zukunftswerkstatt Vorpommern-Greifswald“ auch nicht die Anzahl der Projekte im Mittelpunkt, sondern die Qualität der Ergebnisse und deren Nutzen für die Erreichung des Leitziels. Die „Zukunftswerkstatt Vorpommern-Greifswald“, mit der RESI als Handlungsansatz soll der Entwicklungsarbeit im Landkreis Vorpommern-Greifswald Kontinuität verleihen. Wir wollen verhindern, dass sich die Region zum Spielball von Förderichtlinien und kurz gedachten Modellprojekten macht. Wir wollen Bedarfe und Ziele eigenständig formulieren und Förderprogramme, Modellvorhaben oder Wettbewerbe gezielt für deren Erreichung einsetzen.

Kern der Regionalen Entwicklungs- und Stabilisierungsinitiative (RESI) ist daher eine ressortübergreifende Netzwerk- und Projektarbeit. Im Vordergrund steht das Bestreben, die Selbstheilungskräfte der Region weiter zu aktivieren. Ideen sollen durch die Ideengeber selbst und wo notwendig mit der aktiven Unterstützung der Verwaltung umgesetzt werden.

Die Projektentwicklung richtet sich auf die inhaltlichen Schwerpunkte

  • der Daseinsvorsorge und Familienfreundlichkeit,
  • der Stärkung der Wirtschaftsstruktur,
  • der Bildung und Qualifizierung sowie
  • die Entwicklung der deutsch-polnischen Grenzregion aus.

Diese inhaltlichen Schwerpunkte bilden die Grundlage für die Abgrenzung von Handlungsfeldern, für die dann die Teilziele der RESI formuliert werden. 

RESI in der Zukunft

Zum Ende des Jahres 2014 läuft die geförderte Projektphase der RESI aus. Die Aufgaben und Inhalte sind dem Amt für Kreisentwicklung des Landkreises Vorpommern-Greifswald übertragen worden. Somit bleiben die in den letzten Jahren aus dem RESI-Prozess gewonnenen, umfangreichen Erkenntnisse, Projektideen, methodischen Ansätze und aufgebauten Netzwerke erhalten und können zukünftig Eingang in gesamtkreisliche Entwicklungsprozesse finden. Über die Projekte die derzeit laufen bzw. auch in Planung sind, können Sie sich auf dieser Seite informieren.