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Haffküste
© Henry Beiermann / LK V-G 

Verwaltung will EU-Energieeffizienzrichtlinie umsetzen und Geld sparen

Energiekosten
Energiekosten

© GG-Berlin / PIXELIO

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald wird in den kommenden zwölf Monaten ein Integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept erarbeiten. Er leistet damit den lokalen Beitrag zu entsprechenden Plänen, die auf Landes- und Bundesebene vorgelegt werden sollen.

Konzept dient als strategische Entscheidungs- und Planungshilfe

Im Zuge der Umsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie werden Gebietskörperschaften des öffentlichen Rechts zur Erarbeitung von Klimaschutzkonzepten animiert. Das geplante Konzept dient als strategische Entscheidungs- und Planungshilfe, um eine konkrete energie- und umweltpolitische Strategie sowie den entsprechenden Umsetzungspfad für Landkreise oder Kommunen zu formulieren. Aufbauend auf diesen Konzepten wird der Effizienzplan der Länder und der Bundesrepublik Deutschland formuliert.

Mit dem Ziel, einen lokalen Beitrag zur Erreichung der nationalen Klimaschutzziele zu leisten, hatte der Kreistag des Landkreises Vorpommern-Greifswald beschlossen, als Grundlage für das künftige Handeln im Bereich seiner Zuständigkeiten das individuelle und ganzheitliche Energie- und Klimaschutzkonzept zu erstellen.

Schwerpunkt kreiseigene Liegenschaften

Stromrechnung
Stromrechnung

© Petra Bork / PIXELIO

»Das Konzept wird alle energie- und klimarelevanten Themen im Zuständigkeitsbereich des Landkreises umfassen und dabei einen besonderen Schwerpunkt auf die kreiseigenen Liegenschaften legen. Wir erwarten im Konzept fundierte Maßnahmen zur Anpassung des Handelns an den Klimawandel und den Umweltschutz«, sagte Dennis Gutgesell, Beigeordneter und 2. Stellvertreter der Landrätin. Es werde aufzuzeigen sein, welche technischen und wirtschaftlichen Energieeffizienzpotenziale bestehen. »Auch sei nachzuweisen«, so Gutgesell, »welche Schritte sinnvoll sind, um kurz-, mittel und langfristig CO2-Emissionen einzusparen und Energieverbräuche - und damit Kosten, welche den kreislichen Haushalt belasten, zu senken.«

Gefördert aus Mitteln der Klimaschutzinitiative

Das Projekt wird aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) über den Projektträger Jülich gefördert. Mit seiner Ausführung hat der Landkreis das Beratungshaus bofest consult GmbH beauftragt. Für die Leitung des Projektes ist dort Dipl.-Ing. Volker Broekmans zuständig. Die Konzeptüberlegungen werden unter Berücksichtigung des demografischen Wandels und der Bedürfnisse des Einzelnen sowie von Gruppen vorgenommen. Dabei werden alle wesentlichen Bereiche des gesellschaftlichen Lebens eingeschlossen. Die Beteiligung aller relevanten Akteure aus Verwaltung, Politik, Gewerbe/ Industrie sowie breiter Öffentlichkeit spielt im Prozess der Erarbeitung eine besondere Rolle.

Erhaltung der Lebensqualität

Insbesondere der Erhalt der Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger, der Qualität von Luft und Wasser sowie Fauna und Flora sind für den Landkreis Vorpommern-Greifswald auch als Urlaubsregion von hoher Bedeutung. Aus diesem Grund sind der Ausbau und die Nutzung einer möglichst umweltgerechten und nachhaltigen Energieversorgung wesentliche Standortfaktoren. Neben der Inanspruchnahme erneuerbarer Energien zählt hierzu an geeigneten Standorten zum Beispiel auch die Ausweitung der Fernwärmeversorgung oder anderen regenerativen und hoch effizienten Energieversorgungen. Neben Fragestellungen der energetischen Versorgung und Erschließung sollen auch alternative CO2-armer Mobilitätskonzepte samt der notwendigen Infrastruktur eine Rolle spielen.

Gefördert durch:

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